Im Januar 2007 setzte Ka das erste Mal in ihrer Karriere auf die Karte Eishockey und nahm ein Angebot des dreifachen
Europapokalsiegers AIK Solna aus Stockholm an. Nach fünf Jahren Bundesliga und drei Meistertiteln sowie einer Vize-
meisterschaft mit den Lady Kodiaks Kornwestheim war der Sprung in Europas derzeit beste Liga, die Elitserien in Schweden,
ein weiterer Karrierehöhepunkt.
Bereits im ersten Spiel für AIK Solna rechtfertigte sie die hohen an sie gestellten Erwartungen und überzeugte mit drei Treffern
für ihren neuen Verein. Der erste Titel ließ nicht lange auf sich warten: Nach nur zwei Wochen in Schweden gewann Ka
mit Solna die so genannten Pool-Games, der Liga-Pokal der vier besten schwedischen Mannschaften.
Gekrönt wurde die Saison durch den erträumten schwedischen Meistertitel in Ka Lehmanns Vita: Im Finale setzte sich
Solna gegen den Lokalrivalen Segeltorp mit 2-1 nach Sudden-Death durch.
In ihrer zweiten Saison bei AIK Solna konnte Ka Lehmann diesem Erfolg noch steigern: Der Titel des Europapokal-Siegers,
der ihr in ihrer Karriere noch fehlte, wurde Dank ihr gewonnen: Vor eigenem Publikum in Stockholm erzielte Ka Lehmann
den entschiedenden Treffer zum 3:2 Sieg gegen das kasachische Team, der den Gewinn der Champions League bedeutete.
Die bereits erforlgeiche Saison 2007/08 sollte durch den erneuten Gewinn des Meistertitels abergrundet werden.
Doch dies gelang nicht ganz: Im Finale unterlag AIK Solna gegen Dauerrivale Segeltorps klar mit 5:2. Trotz der "nur"
silbernen Medaille war es für Ka Lehmann persönlich eine erfolgreiche Saison: Sie landete in der Statistik der effektivsten
Spielerin der Saison auf Platz 1.
Ka Lehmanns internationale Erfolge sind im Laufe der 14 Jahre ihrer Nationalmannschaft-Karriere zu einer großen Zahl angewachsen: Eine EM – Bronzemedaille (1995 Riga) und zwei B-WM Goldmedaillen hängen im Trophäenschrank.
Neben der Teilnahme an fünf A-Weltmeisterschaften, zwei B-Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften
war Ka Lehmann auch Mitglied der Schweizer Mannschaft bei den XX. Olympischen Winterspielen 2006 in Turin.
Die Qualifikation für Turin schaffte die Nationalmannschaft dank eines 3;2 Sieg gegen China im Qualifikationsturnier 2004 sechs Sekunden vor Schluss in einem legendären und an Dramatik und Spannung kaum zu überbietenden Spiel.
An der WM in Winnipeg (CAN) 2007 konnte Ka Lehmann einen weiteren grossen internationalen Erfolg feiern: Die Schweizer Frauen Eishockey Nationalmannschaft belegte den hervorragenden 5. Platz.
Dies war das beste Resultat der Frauen Eishockey Nationalmannschaft bei einer WM seit 1990. Dieses Turnier wird Ka Lehmann in besonderer Erinnerung bleiben, da sie das erste Mal als Captain die Nationalmannschaft in eine WM führen durfte. Zudem erzielte sie mit dem Treffer zum 1:0-Sieg gegen das deutsche Team in der Gruppenphase das bis zu diesem Zeitpunkt wichtigste Tor ihrer Nationalmannschafts-Karriere.
Die WM 2008 in Harbin (CHN) schrieb die Geschichtsbücher wiederum neu:
Die Schweizerinnen belegten den sennsationellen 4. Platz und besiegten auf ihrem Weg dorthin mit Deutschland, Russland und vor allem auch Schweden gleich drei Nationen, die in der Weltrangliste vor ihnen lagen.
Vor allem an das Spiel gegen Schweden wird sich Ka Lehmann ein Leben lang erinnern. Beim sensationellen 4:3 nach Penaltyschiessen konnte der Capitain der Schweizerinnen zwei Tore während des Spiels sowie den einzigen Penalty versenken, so dass der Sieg gegen Schweden, in deren Reihen nicht weniger als 7 AIK-Spielerinnen waren, perfekt war.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Fraueishockeys spielten nicht USA, Canada, Finland und Schweden um die Medaillen sondern eben die Schweiz gegen Finnland um die Bronzemedaille. Auch da sah es nach dem 1:0 durch Ka Lehmann lange wieder nach einer Sensation aus, ehe die Finninen das Spiel noch rumrissen und die Schweiz 4:1 bezwangen.
Trotz der Niederlage im Spiel um die Bronzemedaille war die WM ein unglaublicher Erfolg: Nebst der besten Platzierung, die die Frauen-Nationalmannschaft jemals erreicht hat, sicherte sich die Truppe um Headcoach René Kammerer auch das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010.
Ka Lehmanns Statistik in der Eishockey Nationalmannschaft:
Länderspiele: 192
Tore: 94
Assists: 71
Total: 165
Links zum Fraueneishockey:
Die Newsseite zum Schweizer Frauen-Eishockey
frauennati.ch - Offizielle Website der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft
Die internationale Website des Fraueneishockeys
damen-eishockey.de - Newsseite zum deutschen Fraueneishockey
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